Radtouren im Norden von Mallorca

Der Norden Mallorcas eignet sich hervorragend fürs Radfahren und bietet zahlreiche und abwechslungsreiche Routen. Ob eine Strecke mit wenigen Höhenmetern oder eine etwas aufreibendere Fahrt zum beliebten Cap de Formentor, hier ist für jeden Radfahrer etwas dabei.

Historisches Stadttor von Alcudia

Stadttor Alcudia

Radfahren auf Mallorca

Alcudia – Cap des Pinar

Diese mittelschwere Strecke führt über Straßen und Feldwege von der mittelalterlichen Stadt Alcudia zum Cap des Pinar, dem äußersten Punkt der Halbinsel La Victoria. Die Fahrt entlang der Nordseite der Halbinsel bietet einmalige Panoramablicke über die Bucht von Pollensa und Alcudia sowie über die eindrucksvolle Bergwelt der Serra Tramuntana. Man fährt an Stränden mit glasklarem Wasser und Blick auf das Kap Formentor sowie an Steilküsten vorbei. Wer besonders geübt ist, kann mit dem Mountainbike zum Kloster Ermita de la Victoria hinauffahren. Für eine Rast bietet sich das Restaurant in unmittelbarer Nähe der Einsiedelei an. Einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad und großen Höhenunterschied hat die Auffahrt zum Aussichtspunkt Sa Talaia. Der überwältigende Panoramablick entschädigt aber alle Mühen. Das Cap des Pinar selber ist Militärgebiet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Can Picafort – S’Albufera – Alcudia

Ausgehend von dem Ferienort Can Picafort führt diese leichtere Tour über Fahrrad- und Feldwege an der kilometerlangen Platja de Muro mit feinem Sand, teilweise Dünenlandschaft und Schatten spendenden Pinien vorbei. Der ausgedehnte Strand in der Bucht von Alcudia hat einen flachen Einstieg ins Meer und ist deshalb bei Familien mit Kindern sehr beliebt. An der Brücke Pont dels Anglesos kann man den Naturpark S’Albufera auf den Hauptwegen befahren. Das große Feuchtgebiet bietet Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Kurz vor Alcudia kommt man an den Überresten der römischen Stadt Pollentia vorbei. Die bekannteste der archäologischen Ausgrabungen ist das römische Theater, ein kleines aus dem Fels gehauenes Amphitheater. Das charmante Alcudia ist eine ummauerte Stadt mit zwei noch gut erhaltenen mittelalterlichen Stadttoren und engen, gewundenen Gassen. Erwähnenswert sind hier die in die Stadtmauer integrierte Pfarrkirche Sant Jaume und das Rathaus mit auffallendem Uhrenturm. In der sehenswerten Altstadt stehen mehrere prachtvolle Stadtvillen.

ein etwas anderer "Touri"

Cap Formentor, ein beliebter Aussichtspunkt

Puerto Pollensa – Cap de Formentor

Die spektakuläre Route zum nördlichsten Punkt der Insel führt durch eine eindrucksvolle Bergwelt mit märchenhaften Sandstränden und landschaftlicher Schönheit, die eine Radtour auf dieser schmalen, weit ins Meer hineinragenden Felshalbinsel zum besonderen Erlebnis werden lässt. Am reizvollsten ist die Anreise am frühen Morgen, wenn noch nicht so viele Autos und Busse unterwegs sind. Auf asphaltierten Wegen und Straßen verläuft die schwierige, kurvenreiche Etappe teilweise in langgezogenen Serpentinen bergauf. Aber die Mühe wird spätestens am aussichtsreichen Punkt, dem Mirador es Colomer, der sich 200 m über dem rauschenden Meer befindet und eine atemberaubende Sicht auf die senkrecht abfallenden Steilklippen und die winzige Vogelschutzinsel Es Colomer bietet, belohnt. Nach diesem Aussichtspunkt führt die abenteuerliche Strecke zur Abzweigung zum Nobelhotel Formentor an der Südküste der Halbinsel. Inmitten von Pinien wurde das bekannte Hotel in traumhafter Lage an der imposanten, sandigen Cala Pi de la Posada vor 80 Jahren erbaut. Nach weiteren Steigungen, die sich mit Abfahrten abwechseln, kommt man durch ein weites Tal. Danach steigt die Straße wieder an und verläuft durch einen Tunnel. Tief unten befindet sich die idyllische Cala de Figuera mit türkisfarbigem Wasser. Am nördlichsten Ende der mallorquinischen Welt, dem Cap de Formentor, angekommen, wird man mit einer grandiosen Szenerie für alle Anstrengungen entschädigt. Einsam über der zerklüfteten Steilküste erhebt sich majestätisch der Leuchtturm. Der beeindruckende Rundblick schweift weit über das schillernde Mittelmeer zum Cap des Pinar der gegenüberliegenden Halbinsel La Victoria, und an klaren Tagen kann man bis zur Nachbarinsel Menorca sehen. Die Rückfahrt nach Puerto Pollensa eröffnet ganz neue Eindrücke dieser traumhaften Landschaft.

Alcudia mit Stadttor

Historische Stadtmauer von Alcudia

Alcudia – Playa de Can Cap de Bou – Alcudia

Start dieser mittelschweren Strecke auf Fahrradwegen und asphaltierten Straßen ist das geschichtsträchtige Alcudia, die älteste Stadt der Insel. Zunächst führt die interessante Route an der Playa de Can Cap de Bou vorbei. Gegenüber des Naturschutzgebietes S’Albufereta, der kleinen Schwester von S’Albufera, gelegen, weist der lange Küstenstreifen einen Kieselstrand auf, der später in einen Sandstrand übergeht. Aufgrund der günstigen Windverhältnisse und wegen des flachen Wassers bevorzugen Kite-Surfer dieses Gebiet. Anschließend geht es über schmale Straßen durch die ländliche Gegend am Puig de Santueri vorbei über Serpentinen auf den 333 m hohen Puig de Maria. Oben am berühmten Nonnenkloster Ermita de Nostra Senyora de Puig angekommen, bietet sich ein grandioser Blick auf Pollensa, die entfernte Bergszenerie und die Halbinsel Formentor. Beeindruckend ist auch die Aussicht auf die Doppelbucht von Pollensa und Alcudia. Zu Ehren einer hier gefundenen Marienstatue baute man eine kleine Kapelle, später entstand die Klosteranlage, in der heute noch Nonnen leben. Am Fuße des Puig de Maria liegt das mittelalterliche Pollensa mit schönem Stadtkern. Charakteristisch sind hier die engen, verwinkelten Gassen. Der Plaza Mayor wird von Cafés und Restaurants, der Pfarrkirche, dem Hahnenbrunnen und einer Treppe mit 365 Stufen, die zu einer Kapelle auf den Gipfel des Kalvarienberges führt, umringt. Sehenswert sind ebenfalls das Dominikanerkloster und das einzig erhaltene Relikt aus römischer Zeit, die Brücke Pont Roma.

Pollensa – Campanet – Buger – Sa Pobla – Port d’Alcudia – Alcudia

Begonnen wird diese lange Route mittleren Schwierigkeitsgrades in Pollensa. Von der Landstraße wird auf den Cami Vell de Campanet abgebogen. Durch bewaldetes Gebiet erreicht man die sehenswerte Tropfsteinhöhle von Campanet. Auf einem Rundgang kann man die Höhlennatur aus einer Vielfalt an bizarren Gesteinsformen erkunden. Danach geht es weiter durch den in den Ausläufern des Tramuntanagebirges gelegenen Ort Campanet. Die nächste Etappe führt durch das kleine Dörfchen Buger, das von einer Hügellandschaft umgeben ist. Schon von weitem erkennt man die alten Windmühlen, die das Erscheinungsbild von Buger bestimmen. Das Gebiet um Sa Pobla wurde das Land der 1000 Mühlen, errichtet zur Bewässerung der fruchtbaren Felder, genannt. Auch heute leben die Einwohner noch vorwiegend vom Gemüseanbau. Im Zentrum Sa Poblas ist der Marktplatz erwähnenswert, der von Herrenhäusern, dem Rathaus, der Pfarrkirche und einigen Restaurants mit typisch mallorquinischer Küche umgeben ist. Um das Sumpfgebiet S’Albufera herum gelangt man zum Meer nach Port d’Alcudia, dem Touristenzentrum mit reichhaltigem Freizeitangebot, buntem Nachtleben, kilometerlangem Sandstrand und einer schönen Hafenpromenade, die zum Verweilen einlädt. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach Alcudia.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>