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Ferienhaus Esprit Villas

Ausflugsziele Mallorca

 

Ausflugsziele im Norden von Mallorca

 

Abwechslungsreiche Landschaft mit schroffen Steilküsten, kilometerlangen Sandstränden, abgelegenen Buchten, atemberaubender Bergwelt, unberührter Natur, begehbaren Höhlen, Heiligen Stätten, mittelalterlichen Städten und Dorfidyllen – es gibt viel Sehenswertes in dieser Region der Mittelmeerinsel, das mit dem Auto, per Fahrrad oder auf einer Wanderung erkundet werden will.

 

 

Lluc Monastery

Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und liegt, von Felsen umrahmt, circa 400 Meter über dem Meeresspiegel. Dieses zum Teil restaurierte Gebäude ist ein Wallfahrtsort und wird gerne zur Meditation genutzt. Das Kloster beherbergt ein wunderschönes, mit Juwelen besetztes Gemälde von der Madonna mit Kind.

 

 

Autotouren im Norden von Mallorca

 

Die Höhlen von Campanet lohnen einen Ausflug.

Tropfsteinhöhle von Campanet

Im Norden Mallorcas, umgeben von den Ausläufern des Tramuntanagebirges, liegt der Ort Campanet, der für seine sehenswerte Tropfsteinhöhle bekannt ist. In der eher kleinen Höhle erstreckt sich auf einem 400 m langen Rundgang eine nahezu unberührte Höhlennatur aus einer Vielfalt an bizarren Gesteinsformen. Bei einer Durchschnittstemperatur von 18°C können die Besucher fantastische Formen der dünnen, weißen Stalaktiten und Stalagmiten, reizvolle Kristallstrukturen in den allmählich grün werdenden Wasserbecken und fremdartige Felsformationen bewundern. Vor über 60 Jahren entdeckt, weisen die Coves de Campanet beeindruckende "Säle" mit fantasievollen Namen auf, wie Romantiksaal, Weißer Elefant, Palmensaal, Feenschloss und Tönender Wasserfall, dessen hohle Stalaktiten beim Anklopfen xylophonartige Töne von sich geben.

 

Ausblick auf das Cap Formentor

 

Halbinsel Formentor

Auf alle Fälle einen Ausflug wert ist die spektakuläre Halbinsel Formentor im Norden Mallorcas, die ihre Besucher mit einer faszinierenden Naturkulisse belohnt. Fantastische Aussichtspunkte, wie der Mirador des Mal Pas, bieten an der abenteuerlichen Strecke eine beeindruckende Sicht über die schroffe Steilküste von Formentor und die winzige Felseninsel Es Colomer. Die Mühe des Anstiegs auf dem Weg zum Wachturm Sa Talaia d'Albercutx auf 375 m Höhe lohnt sich wegen des Ausblicks auf das imposante, ins Meer ragende Felsmassiv von Formentor und die Bucht von Pollensa. Am Leuchtturm am Cap de Formentor endet Mallorca. Von drei Seiten umgibt das azurblaue Meer die Landzunge, die hier steil ins Mittelmeer abfällt. An klaren Tagen kann man sogar Menorca sehen. Ein Highlight der besonderen Art ist sicherlich das großartige Naturschauspiel eines Sonnenuntergangs am Kap. An der Südküste liegt das bekannte Luxushotel Formentor mit weißem Sandstrand. Die eindrucksvolle Bergszenerie, der atemberaubende Blick auf die malerische Küste mit ihren charakteristischen Steilklippen, die raue Schönheit der Landschaft sowie einige reizvolle Buchten entlang der Küstenlinie machen einen Besuch dieser Halbinsel absolut empfehlenswert.

 

 

Halbinsel La Victoria

Nicht ganz so berühmt ist die zweite ins Meer ragende Halbinsel im Norden Mallorcas, die die Buchten von Pollensa und Alcudia trennt. An einem einmaligen Ort nicht weit von Alcudia liegt die ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtete kleine Einsiedelei La Victoria. Die Kapelle neben der Einsiedelei stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist Ziel von Wallfahrern. Was aber den besonderen Reiz dieser Einsiedelei ausmacht, ist ihre malerische Lage in idyllischer, unberührter Berglandschaft, die unter Naturschutz steht und deren höchste Erhebung der 445 m hohe Sa Talaia ist, von einem Turm gekrönt, der vor feindlichen Angriffen warnen sollte. Vom Gipfel des gewaltigen Felsmassivs hat man einen überwältigenden Panoramablick auf die Küste und die eindrucksvolle Bergwelt Mallorcas. Ein beliebtes Ausflugsziel dieser Halbinsel ist auch der kleine, steinige Strand von S'Illot, der neben glasklarem Wasser einen fantastischen Blick auf das Kap Formentor und die Bucht von Pollensa bietet. Ein Paradies für Naturliebhaber stellt der einzigartige Strand Es Coll Baix aus Felsen und Sand dar, der nur per Boot oder über einen Weg durch einen Pinienhain und über Felsen zugänglich ist. Türkises, tiefes Wasser und außergewöhnliche landschaftliche Schönheit zeichnen diesen unberührten Strand aus.

 

 

Naturpark S'Albufera

Ein viel besuchter Anziehungspunkt ist der Naturpark S'Albufera, der im nördlichen Teil von Mallorca direkt an der Landstraße zwischen Alcudia und Can Picafort liegt. Es handelt sich hierbei um eines der schönsten und größten Feuchtgebiete der Insel, Heimat für zahllose Vogel-, Pflanzen- und Tierarten. Alte Entwässerungskanäle, verwitterte Brücken und Wege zeugen von dem einstigen Versuch, dieses Sumpfgebiet trockenzulegen. Begünstigt durch einen Salz- und Süßwasserbereich ist die Artenvielfalt enorm. So leben heute in diesem über 2500 ha großen Naturschutzgebiet mehr als 200 Vogelarten, wie Fischadler, Falken, Wasserhühner, Rohrweihen, Zwergdommeln u.v.m. Im Frühling und Herbst legen hier zahlreiche Zugvögel einen Zwischenstopp auf ihrer langen Reise ein. Aber auch viele seltene Reptilien, Lurche, Feldmarder, Wiesel und zahlreiche Fische sind hier beheimatet. Ergänzt wird diese Vielfalt durch die sich ständig ändernde Vegetation, wie Strand- und Dünenpflanzen, ausgedehnte Schilfbestände und Ried, aber auch Bäume, wie Ulmen, Tamarisken und Weißpappeln. Die Schönheit der Orchideen fehlt ebenfalls nicht in dieser Landschaft. Am besten lässt sich der Park zu Fuß oder per Rad (Autos sind nicht erlaubt) erkunden. An den Beobachtungsplätzen können sich die Naturfreunde an der reichhaltigen Flora und Fauna dieses 1988 zum 1. Naturpark Mallorcas erklärten ökologischen Wunderwerkes erfreuen.

 

 

Fahrradtouren im Norden von Mallorca

 

Alcudia – Cap des Pinar

Diese mittelschwere Strecke führt über Straßen und Feldwege von der mittelalterlichen Stadt Alcudia zum Cap des Pinar, dem äußersten Punkt der Halbinsel La Victoria. Die Fahrt entlang der Nordseite der Halbinsel bietet einmalige Panoramablicke über die Bucht von Pollensa und Alcudia sowie über die eindrucksvolle Bergwelt der Serra Tramuntana. Man fährt an Stränden mit glasklarem Wasser und Blick auf das Kap Formentor sowie an Steilküsten vorbei. Wer besonders geübt ist, kann mit dem Mountainbike zum Kloster Ermita de la Victoria hinauffahren. Für eine Rast bietet sich das Restaurant in unmittelbarer Nähe der Einsiedelei an. Einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad und großen Höhenunterschied hat die Auffahrt zum Aussichtspunkt Sa Talaia. Der überwältigende Panoramablick entschädigt aber alle Mühen. Das Cap des Pinar selber ist Militärgebiet und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

 

 

Can Picafort – S'Albufera – Alcudia

Ausgehend von dem Ferienort Can Picafort führt diese leichtere Tour über Fahrrad- und Feldwege an der kilometerlangen Platja de Muro mit feinem Sand, teilweise Dünenlandschaft und Schatten spendenden Pinien vorbei. Der ausgedehnte Strand in der Bucht von Alcudia hat einen flachen Einstieg ins Meer und ist deshalb bei Familien mit Kindern sehr beliebt. An der Brücke Pont dels Anglesos kann man den Naturpark S'Albufera auf den Hauptwegen befahren. Das große Feuchtgebiet bietet Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Kurz vor Alcudia kommt man an den Überresten der römischen Stadt Pollentia vorbei. Die bekannteste der archäologischen Ausgrabungen ist das römische Theater, ein kleines aus dem Fels gehauenes Amphitheater. Das charmante Alcudia ist eine ummauerte Stadt mit zwei noch gut erhaltenen mittelalterlichen Stadttoren und engen, gewundenen Gassen. Erwähnenswert sind hier die in die Stadtmauer integrierte Pfarrkirche Sant Jaume und das Rathaus mit auffallendem Uhrenturm. In der sehenswerten Altstadt stehen mehrere prachtvolle Stadtvillen.

 

 

Puerto Pollensa – Cap de Formentor

Die spektakuläre Route zum nördlichsten Punkt der Insel führt durch eine eindrucksvolle Bergwelt mit märchenhaften Sandstränden und landschaftlicher Schönheit, die eine Radtour auf dieser schmalen, weit ins Meer hineinragenden Felshalbinsel zum besonderen Erlebnis werden lässt. Am reizvollsten ist die Anreise am frühen Morgen, wenn noch nicht so viele Autos und Busse unterwegs sind. Auf asphaltierten Wegen und Straßen verläuft die schwierige, kurvenreiche Etappe teilweise in langgezogenen Serpentinen bergauf. Aber die Mühe wird spätestens am aussichtsreichen Punkt, dem Mirador es Colomer, der sich 200 m über dem rauschenden Meer befindet und eine atemberaubende Sicht auf die senkrecht abfallenden Steilklippen und die winzige Vogelschutzinsel Es Colomer bietet, belohnt. Nach diesem Aussichtspunkt führt die abenteuerliche Strecke zur Abzweigung zum Nobelhotel Formentor an der Südküste der Halbinsel. Inmitten von Pinien wurde das bekannte Hotel in traumhafter Lage an der imposanten, sandigen Cala Pi de la Posada vor 80 Jahren erbaut. Nach weiteren Steigungen, die sich mit Abfahrten abwechseln, kommt man durch ein weites Tal. Danach steigt die Straße wieder an und verläuft durch einen Tunnel. Tief unten befindet sich die idyllische Cala de Figuera mit türkisfarbigem Wasser. Am nördlichsten Ende der mallorquinischen Welt, dem Cap de Formentor, angekommen, wird man mit einer grandiosen Szenerie für alle Anstrengungen entschädigt. Einsam über der zerklüfteten Steilküste erhebt sich majestätisch der Leuchtturm. Der beeindruckende Rundblick schweift weit über das schillernde Mittelmeer zum Cap des Pinar der gegenüberliegenden Halbinsel La Victoria, und an klaren Tagen kann man bis zur Nachbarinsel Menorca sehen. Die Rückfahrt nach Puerto Pollensa eröffnet ganz neue Eindrücke dieser traumhaften Landschaft.

 

 

Alcudia – Playa de Can Cap de Bou – Pollensa – Alcudia

Start dieser mittelschweren Strecke auf Fahrradwegen und asphaltierten Straßen ist das geschichtsträchtige Alcudia, die älteste Stadt der Insel. Zunächst führt die interessante Route an der Playa de Can Cap de Bou vorbei. Gegenüber des Naturschutzgebietes S'Albufereta, der kleinen Schwester von S'Albufera, gelegen, weist der lange Küstenstreifen einen Kieselstrand auf, der später in einen Sandstrand übergeht. Aufgrund der günstigen Windverhältnisse und wegen des flachen Wassers bevorzugen Kite-Surfer dieses Gebiet. Anschließend geht es über schmale Straßen durch die ländliche Gegend am Puig de Santueri vorbei über Serpentinen auf den 333 m hohen Puig de Maria. Oben am berühmten Nonnenkloster Ermita de Nostra Senyora de Puig angekommen, bietet sich ein grandioser Blick auf Pollensa, die entfernte Bergszenerie und die Halbinsel Formentor. Beeindruckend ist auch die Aussicht auf die Doppelbucht von Pollensa und Alcudia. Zu Ehren einer hier gefundenen Marienstatue baute man eine kleine Kapelle, später entstand die Klosteranlage, in der heute noch Nonnen leben. Am Fuße des Puig de Maria liegt das mittelalterliche Pollensa mit schönem Stadtkern. Charakteristisch sind hier die engen, verwinkelten Gassen. Der Plaza Mayor wird von Cafés und Restaurants, der Pfarrkirche, dem Hahnenbrunnen und einer Treppe mit 365 Stufen, die zu einer Kapelle auf den Gipfel des Kalvarienberges führt, umringt. Sehenswert sind ebenfalls das Dominikanerkloster und das einzig erhaltene Relikt aus römischer Zeit, die Brücke Pont Roma.

 

 

Pollensa – Campanet – Buger – Sa Pobla – Port d'Alcudia – Alcudia

Begonnen wird diese lange Route mittleren Schwierigkeitsgrades in Pollensa. Von der Landstraße wird auf den Cami Vell de Campanet abgebogen. Durch bewaldetes Gebiet erreicht man die sehenswerte Tropfsteinhöhle von Campanet. Auf einem Rundgang kann man die Höhlennatur aus einer Vielfalt an bizarren Gesteinsformen erkunden. Danach geht es weiter durch den in den Ausläufern des Tramuntanagebirges gelegenen Ort Campanet. Die nächste Etappe führt durch das kleine Dörfchen Buger, das von einer Hügellandschaft umgeben ist. Schon von weitem erkennt man die alten Windmühlen, die das Erscheinungsbild von Buger bestimmen. Das Gebiet um Sa Pobla wurde das Land der 1000 Mühlen, errichtet zur Bewässerung der fruchtbaren Felder, genannt. Auch heute leben die Einwohner noch vorwiegend vom Gemüseanbau. Im Zentrum Sa Poblas ist der Marktplatz erwähnenswert, der von Herrenhäusern, dem Rathaus, der Pfarrkirche und einigen Restaurants mit typisch mallorquinischer Küche umgeben ist. Um das Sumpfgebiet S'Albufera herum gelangt man zum Meer nach Port d'Alcudia, dem Touristenzentrum mit reichhaltigem Freizeitangebot, buntem Nachtleben, kilometerlangem Sandstrand und einer schönen Hafenpromenade, die zum Verweilen einlädt. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach Alcudia.

 

 

Wanderungen im Norden von Mallorca

 

Caimari – Kloster Lluc

Ausgangspunkt dieser mittelschweren Bergwanderung mit einem Höhenunterschied von über 400 m ist das typische Bergdorf Caimari, das an den hügeligen Ausläufern des Gebirgszuges Serra de Tramuntana inmitten schönster Natur liegt und eine weite Sicht auf die umliegenden Täler und das prächtige Bergmassiv freigibt. Seit Jahrhunderten widmet sich Caimari dem Anbau von Oliven und der Herstellung des wertvollen Öls. Ein Besuch der traditionellen Ölmühle, in der man in die Geschichte der Olivenölproduktion eingeführt wird, ist empfehlenswert. An der Plaza Mayor liegen neben der Pfarrkirche ein Franziskanerkloster sowie das Rathaus. Am Ortsausgang beginnt die lange Wanderung entlang des uralten Pilgerpfades Cami Vell de Lluc, einem über weite Strecken gepflasterten Weg an Olivenhainen vorbei. Der ursprüngliche Weg, dessen alte Pflastersteine noch teilweise erhalten sind, ist eine Reise in die Welt der Legenden um die Jungfrau Maria, der Schutzpatronin von Mallorca, und führt durch dichte Aleppokiefern- und Steineichenwälder, an einem Wasserfall, markanten Felsen und verschiedenen Quellen in einer vielgestaltigen Landschaft vorbei. Unterwegs kann man die Aussicht auf die beeindruckende Landschaft, die reizvolle Bergwelt und zwischendurch auf die entfernte Bucht von Alcudia genießen. Schließlich erreicht man nach circa zweieinhalb Stunden das älteste und bekannteste Kloster der Insel, Monestir de Lluc, das seit dem Mittelalter Mallorcas Zentrum der Marienverehrung darstellt.

 

 

Kloster Lluc – Clot d'Albarca

Umgeben von einer imposanten, über 1000 m hohen Bergkulisse liegt das Kloster Lluc abgeschieden in einem Talkessel des Tramuntana-Gebirges auf 525 m Höhe. Das bedeutendste Heiligtum von Mallorca ist ein wichtiger Wallfahrtsort für unzählige Pilger. Die Entstehung des Klosters im 13. Jahrhundert geht auf den Fund einer schwarzen Madonnenstatue zurück, die der Hirtenjunge Lluc an dieser Stelle gefunden haben soll. Im Laufe der Jahre mit Edelsteinen reichlich geschmückt, ziert sie heute die eigens dafür errichtete Kapelle. In dem gut erhaltenen Klosterkomplex, der aus der Kirche mit prächtiger Fassade und verschiedenen Gebäuden mit Museum, Klosterherberge und Internat besteht, leben heute noch Mönche. Der weit über die Grenzen Mallorcas hinaus bekannte Knabenchor singt seit über 500 Jahren in den Gottesdiensten der Klosterkirche. Auf einer circa 30-minütigen Wanderung kann man vom Kloster bis zu einem Aussichtspunkt mit reizvollem Blick über das Clot d'Albarca Tal gehen, dessen mit Olivenbäumen bestandene Landschaft von Kalksteinfelsen umrahmt wird. Möchte man die Route verlängern und schwieriger gestalten, kommt man an der atemberaubenden Felsenge Sa Fosca, eine bis zu 200 m tiefe, höhlenartige Schlucht, die kaum einen Lichtstrahl durchlässt, und an L' Entreforc vorbei. Beeindruckend treffen hier zwei Schluchten aufeinander, deren Quellbäche sich zum Torrent de Pareis verbinden. Nach Regenfällen verwandelt sich der nicht ständig wasserführende Canyon in einen reißenden Gebirgsfluss, der zwischen den Felsen durch eine tiefe Schlucht dem Mittelmeer entgegenstürzt. Die vom Wasser verursachte Erosion verzaubert die eigenwillige Landschaft. Über das Dörfchen Escorca, das nur einzelne Höfe, ein Restaurant sowie eine der ältesten Kirchen Mallorcas aufweist, kehrt man nach circa dreistündiger Wanderung zurück zum Kloster.

 

 

Kloster Lluc – Pollensa

Eine landschaftlich sehr schöne, mittelschwere Route verläuft vom Kloster Lluc in Richtung Binifaldo auf dem historischen Pilgerpfad Cami Vell de Lluc. Vom Landgut Binifaldo hat man einen herrlichen Ausblick auf das Tramuntana-Gebirge. Die hohen Gipfel vor Augen wandert man an den Ausläufern des Puig Tomir (1103 m) vorbei mit Blick auf seine imposanten Hänge. Durch schattige, uralte Steineichen- und Pinienwälder hindurch eröffnet sich immer wieder ein traumhafter Fernblick auf Pollensa, den Hafen von Puerto Pollensa, die Halbinsel Formentor und schließlich auf die langgestreckte Sandstrandbucht von Pollensa und das dunkelblau schimmernde Mittelmeer. Bei einem kleinen Rastplatz an der Gebirgsquelle Font de la Muntanya bietet sich eine Pause auf dieser circa 5-stündigen Wanderung an. Je mehr man sich Pollensa nähert, desto lieblicher wird die Landschaft. Die reizvolle Strecke führt schließlich durch eine der mildesten und fruchtbarsten Tiefebenen von Mallorca, dem Vall d'en Marc, in der Mandel- und Obstbäume sowie viele Feldfrüchte gedeihen. Ein Abstecher zu den Windmühlen von Llinas lohnt sich, bevor man Pollensa erreicht.

 

 

Pollensa – Castell del Rei

Diese Route mittleren Schwierigkeitsgrades von Pollensa durch das landschaftlich sehr schöne Ternelles-Tal hinauf zur alten Burgruine Castell del Rei führt teilweise durch Privatbesitz. Eine Durchquerung ist auch nur samstags vormittags möglich. So sollte die etwa drei Stunden dauernde Wanderung durch das wildromantische Tal früh begonnen werden. Nachmittags wird der Eingang nämlich wieder verschlossen. An Gemüsefeldern und Zitrusplantagen vorbei sieht man beiderseits des Weges die wohl schönsten Fincas Mallorcas. Das Tal wird langsam enger und geht in eine Schlucht über. Der Torrent de Ternelles stürzt entlang seines tief eingeschnittenen Flussbetts ins Tal. Linker Hand führt ein Weg zur Einsiedelei La Cella. Nachdem man das Tal durchkreuzt hat, gelangt man über einen alten, überwucherten Pfad zu den Ruinen der ehemals gewaltigen Festung Castell del Rei aus dem 14. Jahrhundert. Von hier genießt man einen spektakulären Rundblick auf die gesamte Nordhälfte der Insel.

 

 

Pollensa – Puig de Maria

Der Aufstieg zum 333 m hohen Klosterberg Puig de Maria ist mühsam. Dafür wird man, oben am berühmten Nonnenkloster Ermita de Nostra Senyora de Puig angekommen, mit einem grandiosen Panoramablick auf Pollensa, die entfernte Bergszenerie und die Halbinsel Formentor belohnt. Beeindruckend auch die Aussicht auf die Doppelbucht von Pollensa und Alcudia. Zu Ehren einer hier gefundenen Marienstatue baute man eine kleine Kapelle, später entstand die Klosteranlage, in der heute noch Nonnen leben. Von Interesse sind der Wachturm, die Mauern, die das gotische Kloster umgeben, das Refektorium sowie eine alte Mühle. Der als Herberge für Wanderer bewirtschaftete Komplex bietet auch einfache Zellen als Unterkunft an.

 

 

Es Mal Pas – Sa Talaia d'Albercutx

Eine beeindruckende Sicht über die schroffe, senkrecht abfallende Steilküste von Formentor und die kleine Felseninsel Es Colomer bietet der Aussichtspunkt Mirador des Mal Pas auf der Halbinsel Cap Formentor, der sich 200 m über der rauschenden Brandung befindet. Einen beachtlichen Höhenunterschied überwindet man auf der etwa 45 Minuten dauernden Wanderung vom Mirador zum Wachturm Sa Talaia d'Albercutx, der den Felsen in 375 m Höhe krönt. Belohnt wird man hier oben mit einem atemberaubenden Ausblick auf das imposante, ins Meer ragende Felsmassiv von Formentor und die langgestreckte Bucht von Pollensa.

 

 

Cala Figuera – Cala Murta – El Fumat

Diese circa dreieinhalb-stündige, mittelschwere Route führt zu den Traumbuchten der Halbinsel Formentor. Ein von der Straße zum Kap abzweigender Weg schlängelt sich durch Steineichen- und Kiefernwälder hinab. Die kleine, unberührte Kiesel- und Sandstrandbucht Cala Figuera, idyllisch inmitten der Natur gelegen mit türkisfarbigem, klaren Wasser und von schroffen Felsen umrahmt, schafft eine Bilderbuchatmosphäre. Ebenso einen Besuch wert ist die abgelegene Naturbucht Cala Murta mit einem der schönsten Strände Mallorcas, der von hohen Steilklippen begrenzt wird. Die Farbe des kristallklaren Meeres wechselt hier von tiefdunklem Blau ins helle Türkis. Von Cala Murta aus wandert man zum Coll de la Creu, von wo aus man auf einen der höchsten Punkte der Halbinsel, dem 334 m hohen Puig Fumat, aufsteigen kann. Nachdem man von hier oben einen spektakulären Rundblick auf das malerische Formentor genossen hat, beginnt der Abstieg des felsigen Berges, bis man wieder die Straße vom Kap nach Puerto Pollensa erreicht.

 

 

Puerto Pollensa – Cala San Vicente

Start dieses leichten, etwa eineinhalb Stunden dauernden Ausflugs ist Puerto Pollensa, der lebhafte Küstenort mit breitem, feinen Sandstrand und einer langen Uferpromenade sowie einem malerischen Hafen mit eleganten Yachten und Fischerbooten. Puerto Pollensa bildet einen guten Ausgangspunkt für schöne Wanderungen. Der Weg startet in Es Port de Pollensa und steigt bis zum Coll de Siller an, einer Erhebung mit herrlicher Panoramaaussicht. Anschließend geht es zur Cala Carbo, dem abgelegensten Strand von Cala San Vicente. Die Kieselstrandbucht ist sehr klein und von schroffen Gebirgszügen begrenzt. Alternativ kann man auch vom Coll de Siller einem landschaftlich reizvollen Waldweg zur Cala Molins folgen, einem kleinen von Felsen eingerahmten Strand mit tiefblauem, klaren Wasser. Die abgeschiedene Küstensiedlung Cala San Vicente, die am Ende eines langen Tals zwischen den steilen Klippen zweier Höhenzüge liegt, besitzt noch zwei weitere, malerische Strandbuchten mit türkisfarbigem Wasser. Am Ortseingang des Fischerdorfes kann man die rund 3500 Jahre alten, noch relativ gut erhaltenen Grabhöhlen aus der Bronzezeit besuchen.

 

 

Puerto Pollensa – Cala Boquer

Vorbei an grandioser Landschaft führt diese circa eineinviertel-stündige Wanderung mittleren Schwierigkeitsgrades vom Ausgangspunkt Puerto Pollensa durch das Boquer-Tal, dem Geheimtipp für Naturfreunde und Ornithologen. Am Ende des Küstenortes beginnt der Einstieg in einen Feldweg, der zunächst zur Finca Boquer hinaufführt. Hinter diesem privaten Anwesen, das aber durchquert werden darf, eröffnet sich das landschaftlich reizvolle Tal, Rückzugsgebiet für seltene Vogelarten. Zunächst geht es über einen breiten Schotterweg, dann führt ein schmaler Bergpfad durch bizarre Felsformationen und zwischen zwei großen Steinblöcken ins weite, sanft ansteigende Tal hinein. Zur Linken bilden die scharf geschnittenen Gipfel der Serra del Cavall Bernat ein reizvolles Panorama, zur Rechten ragt der Es Morral 350 m in die Höhe. Die hellen Felsen bilden einen farblichen Kontrast zum dunklen Grün der Sträucher, Zwergpalmen und Wiesen, auf denen wilde Ziegen und Schafe grasen. Am Ende mündet das Tal in eine kleine, einsame Kieselsteinbucht mit tiefblauem Wasser und einzigartiger Lage. Vor dem Abstieg zur fjordartigen Bucht ergibt sich eine malerische Aussicht auf das Meer und die Steilküste der Halbinsel Formentor.

 

 

Alcudia – Coll Baix

Um die Halbinsel La Victoria besser kennen zu lernen, bietet sich diese rund zweieinhalb-stündige, mittelschwere Wanderroute durch die vielfältige Landschaft an. Startpunkt ist das historische Alcudia mit mittelalterlichem Stadtkern. Auf dem Weg Cami de S'Alou geht es bergauf zum höchsten Punkt des Weges, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über Alcudia hat. Danach geht es bergab, bis der Cami de la Muntanya erreicht wird. Dieser Weg führt um das vegetationsreiche Naturschutzgebiet herum in Richtung Ses Fontanelles. Ziel der beliebten Wanderung ist die naturbelassene Bucht Coll Baix. Über Felder und durch Pinienhaine erreicht man eine Anhöhe, auf der ein Pfad bis zum verborgenen Strand hinunter führt. Hier oben wird man mit einer unvergesslichen Aussicht auf den imposanten Norden der Insel belohnt, die auch schon während der Wanderung in wunderschöner Natur beeindruckend ist. Wegen ihrer landschaftlichen Schönheit vor felsigem Hintergrund ist die unberührte Platja des Coll Baix mit türkisblauem Wasser und einer beeindruckenden Brandung einen Besuch wert.

 

 

Alcudia – Puig und Cova de Sant Marti

Diese leichte Wanderroute beginnt in Alcudia an der Landstraße Richtung Palma und zweigt links auf den Weg Cami de Poble Nou ab. Wenn man den Gipfel des Puig de Sant Marti erklimmen möchte, muss man sich nochmals nach links wenden. Eine grandiose Aussicht auf die Doppelbucht von Pollensa und Alcudia sowie die Halbinsel Formentor belohnt die Mühen des Aufstiegs auf die 247 m hohe Erhebung mit steilen Hängen, deren Nordseite teilweise abfallende Felswände aufweist. Nach dem Abstieg gelangt man zum ursprünglichen Weg zurück, der zur Höhle Cova de Sant Marti am Fuß des Berges führt. Über eine in den Fels geschlagene Treppe erreicht man die natürliche Felsenhöhle aus Kalkstein, die ein kostbares Relikt der frühen Christenheit auf Mallorca darstellt. 20 m tief unter der Erde versteckt, diente sie im 2. Jahrhundert als geheimer Treffpunkt der Christen, die hier vor den römischen Verfolgern Zuflucht suchten. Zwei Altäre im gotischen Stil aus dem 13. Jahrhundert und uralte Malereien deuten auf eine jahrhundertelange religiöse Nutzung hin. Der Rundweg von circa zweieinhalb-stündiger Dauer endet am alten Cami del Puig, von wo aus man bis zu den Stadtmauern von Alcudia gelangt.

 

 

Volksfeste im Norden von Mallorca

 

In den Städten und Dörfern von Mallorca finden viele farbenprächtige Feste statt. So hat jeder Ort seine eigene Fiesta, die einem Heiligen gewidmet ist. Religiöse Feierlichkeiten wechseln sich mit volkstümlichen Festen ab. Das ganze Jahr über gibt es Straßenumzüge, Wallfahrten, Volkstänze mit Dorf eigenen Gruppen, Musikfestivals und Jahrmärkte.

 

 

17. Januar: Sant Antoni

In der Nacht zum 17. Januar brennen vielerorts Scheiterhaufen und Teufel ziehen durch die Gassen, gegen die der Heilige Antonius ankämpft, und es wird bis in den frühen Morgen getanzt. Wohl am spektakulärsten feiert das Dorf Sa Pobla dieses Fest. Auch in Pollensa, Alcudia, Muro und Mancor de la Vall hat Sant Antoni seinen besonderen Reiz. Am Tag selber wird die Segnung der Haustiere vorgenommen, deren Schutzpatron Antonius ist.

 

 

Fastnacht

In allen Dörfern finden farbenfrohe Umzüge statt.

 

 

Ostern: Karwoche (Semana Santa)

Interessant und turbulent geht es am wichtigsten religiösen Fest Spaniens zu, an dem in vielen Orten prunkvolle Umzüge und prächtige Prozessionen durchgeführt werden. Hervorzuheben ist der beeindruckende Umzug am Karfreitag in Pollensa, bei dem in der Dämmerung zwei römische Soldaten Stellung am riesigen Holzkreuz auf dem Kalvarienberg beziehen. In der Nacht wird dann die Christus-Statue im Rahmen einer stimmungsvollen Prozession vom Kreuz genommen und die mit Öllampen erleuchteten 365 Stufen bis zur Pfarrkirche hinunter getragen. Am Ostersonntag zieht eine Wallfahrt von Sa Pobla bis zum Oratorium von Crestax und am Montag findet seit 1640 eine Wallfahrt auf den Berg in Pollensa mit Messe und anschließenden Volkstänzen und dem traditionellen Verzehr der typisch mallorquinischen Panades (österliche Spezialität aus herzhaftem Gebäck) statt. Am Osterdienstag schließlich werden Wallfahrten mit Volksfest in Campanet, Mancor del Valle und Sa Pobla durchgeführt. Pancaritat wird bei der Einsiedelei La Victoria am Sonntag nach Ostern gefeiert, eine Vesper, bei der die letzten Panades verspeist werden.

 

 

Mai: La Festa des Jai

Am ersten Mai-Samstag üben Enkel und Großeltern in Buger einen althergebrachten Brauch aus, der im Austausch von Geschenken besteht. Anlass für einen Jahrmarkt, auf dem neben Kleidern mallorquinisches Kunsthandwerk, restaurierte Möbel sowie Volkstänze und einheimische Spezialitäten angeboten werden.

 

 

Fronleichnam

Der Processo de les Aguiles in Pollensa tanzen zwei kostbar geschmückte Mädchen in Adlerkostümen voraus, eine Tradition aus dem Mittelalter.

 

 

24. Juni: Sant Joan

Am Johannistag findet in Muro in der alten Arena ein Stierkampf statt, ein Brauch aus dem 14. Jahrhundert.

 

 

29. Juni: Heiliger Petrus (Schutzpatron der Seeleute)

Zu diesem Anlass wird in Port d'Alcudia eine farbenfrohe Prozession auf dem Meer veranstaltet, bei der geschmückte Boote um die Bucht fahren.

 

 

2. Juli: Mare de Deu de la Victoria

Jedes Jahr zieht eine Wallfahrt zur Ermita von La Victoria bei Alcudia. Die Festlichkeiten mit Volkstänzen für die Muttergottes des Sieges finden in der gleichnamigen Einsiedelei statt.

 

 

16. Juli: Virgen del Carmen

Fast alle Küstenorte feiern Feste auf dem Meer zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Karmel, Schutzpatronin des Meeres, mit Schiffsprozessionen.

 

 

2. August: Mare de Deu dels Angels

Beeindruckend echt wirkt das Kampfspiel der historischen Schlacht von 1550 zwischen den Mauren unter dem Piratenkönig Dragut und den einheimischen Christen als Höhepunkt des Patronatsfestes in Pollensa. Aufregendes Volksfest mit Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden.

 

 

August / September: Festival Internacional de Musica Classica

In Pollensa wird in dem vom Kreuzgang gerahmten Innenhof des ehemaligen Dominikanerklosters seit 1962 alljährlich das international angesehene Festival der klassischen Musik veranstaltet, bei dem erstklassige Interpreten auftreten.

 

 

20. Oktober: Revetla de les Verges

Am Tag der Jungfrau Maria werden nach alter Tradition in Buger den Mädchen und ledigen Frauen von Dorfmusikanten im Namen der Verehrer traditionelle Serenaden gesungen. Als Dank laden die Frauen die Musiker zu Bunuelos, eine Art Schmalzgebäck, und Wein ein.

 

 

November: El Dijous Bo

In Inca wird die größte Landwirtschaftsmesse mit Vieh- und Maschinen-Ausstellung, traditionellen Produkten und Kunsthandwerk am dritten Donnerstag im November abgehalten, die Tausende von Menschen anlockt. Zu der wichtigsten Fira Mallorcas im Zentrum der Stadt kommen rund 800 Aussteller.